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Vorlesetag 2025 an der BBR: Eine zehnjährige Tradition voller Geschichten

28. November 2025

Dieses Jahr markiert ein besonderes Jubiläum: Seit zehn Jahren beteiligt sich die BBR am landesweiten Vorlesetag. Eine Tradition, die aus der Leidenschaft für das Lesen entstanden ist und über die Jahre hinweg zu einer liebgewonnenen Novembertradition geworden ist.

Der Vorlesetag lebt von der Vielfalt der Gäste, den unterschiedlichsten Stimmen und den leidenschaftlichen Lesepassagen, die unsere Schüler:innen in den Bann ziehen. Die Lesestunden wurden von einer bunt gemischten Gäste-Liste begleitet, die unsere Schule wieder zu einer lebendigen Leselounge verwandelte.

Die Lesungen des bekannten Fantasy-Autors Ralph Llewellyn stellten auch in diesem Jahr wieder ein Highlight der Veranstaltung dar. Bereits 2015 war er beim ersten Vorlesetag an unserer Schule zu Gast und kehrte seither nahezu jedes Jahr zurück. Wie immer las er Auszüge aus seinen eigenen Werken – in diesem Jahr aus dem Thriller „Alex Brandt: Das Höllentor“ – und fesselte die Schüler:innen mit sprachgewaltigen, spannungsgeladenen Passagen. Seine Lesungen gaben den Jugendlichen nicht nur einen Einblick in seine neueste Veröffentlichung, sondern auch in den Alltag und die Gedankenwelt eines erfolgreichen Autors. Ralph Llewellyn beantwortete auch zahlreiche Fragen der neugierigen Schüler:innen über das Leben als Autor, den Schreibprozess und die Veröffentlichung sowie Verfilmung von Büchern.

Wiederkehrende Gäste und neue Gesichter prägten das Programm ebenso wie die Vielfalt der literarischen Genres. Zu den regelmäßigen Besucher:innen gehörten u. a. Mechthild Kreimes (mit dem Buch „Hilfe, die Herdmanns kommen“), Elke Streib (mit den Büchern „Das Geheimnis von Bahnsteig 13“ und „Animox“) sowie Hanna Mahla (gelesen aus „7 Tage mit Mo“) und Anna Stark, die aus ihrem neusten Buch „Lebensgeschichten“ vorlas. Sie schreibt u.a. über ihre Erlebnisse als Kind und ihre Flucht aus Ungarn nach Deutschland, verbindet biografische Erfahrungen mit Erzählungen aus ihrem Leben, auch als Lehrerin.  Diana-Rosa Desch vom Cha Cha Club verzauberte das Zimmer mit Verkleidung, unzähligen Kerzen und las in dieser magischen Atmosphäre aus „Eragon“ vor. Sie entführte die Kinder in fantastische Welten. Zusätzlich konnten sich die Schüler:innen kleine Tattoos machen lassen oder einen Glitzerstein aufkleben – ein funkelndes Highlight. Stefan Allgeier, Ehemann von Lehrerin Sabine Heß, setzte sich mit vier Lesungen in diesem Jahr als Spitzenreiter durch und las aus „Erebos“ – und für die älteren Klassen aus „Braune Erde“. Claudia Kellner von der Stadtbibliothek bereicherte das Programm ebenso wie Thomas Sauter, der für die 10b aus der Prüfungslektüre „Der Markisenmann“ vorlas. Eva Romeik, Ehefrau von Rektor Andreas Herbold, besuchte ihren Mann bei der Arbeit und las aus „Billionaire Boy“. Neu hinzu kamen Adel Bakhshandeh sowie Evelin Köferstein, die aus ihrem eigenen Roman „Leben Nr. 5“ las. Auch unser FSJler Julien Manß trug zur Vielfalt des Programms bei: In Klasse 5 las er aus „Rennschwein Rudi Rüssel“, und in Klasse 6 begeisterte er die Jugendlichen mit „Harry Potter und der Stein der Weisen“.

Besonders interessant war die Veranstaltung für zwei unserer Abschlussklassen, welche Gespräche mit dem Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Lars Castellucci über aktuelle politische Themen führten. Lars Castellucci stand den Schüler:innen Rede und Antwort zu spannenden Fragen rund um seinen persönlichen Werdegang, erfahrene Misserfolge und erreichte Erfolge. Er berichtete offen über seine Arbeit als Bundespolitiker, erläuterte zentrale Arbeitsschwerpunkte im Bundestag und zeigte, wie politische Entscheidungen konkret das Alltagsleben beeinflussen können. Die Befragung bot einen lebendigen Einblick in politische Praxis, Werte und die Herausforderungen der Parlamentsarbeit. Anhand der Lebensgeschichte von Bertha Benz regte er die Schüler:innen dazu an, ihre Ziele mutig anzugehen und aktiv zu verfolgen.

Der Vorlesetag ist an unserer Schule also mehr als eine Aktion zur Leseförderung – er ist eine liebgewonnene Tradition, die an der BBR jedes Jahr aufs Neue lebendig wird.

Ein großes und herzliches Dankeschön geht an alle Gäste, die sich die Zeit genommen haben, ihre Geschichten zu teilen, Fragen zu beantworten und die Leselust zu entfachen.

Wir freuen uns schon jetzt darauf, viele von ihnen im nächsten Jahr wiederzusehen.