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Gemeinsam Wege gehen
Ziele erreichen

Mutige Hoffnungsmusik statt verzweifelte Wut – schulinterner „Day of Hope“ an der Bertha-Benz-Realschule Wiesloch mit Begleitung der „Rebels of Hope“ aus Stuttgart

24. April 2026

Stress, Leistungsdruck und insbesondere die aktuelle geopolitische Lage bereiten nicht nur Erwachsenen, sondern auch vielen Kindern und Jugendlichen Sorgen und machen Angst. Diese Angst kann lähmen und den Gestaltungsmut einer ganzen Generation destruieren. Um dem entgegenzuwirken, setzte die BBR ein bewusstes Zeichen für Hoffnung, Zuversicht und stand für positive Perspektiven ein.

Unter dem Motto „Day of Hope“ kam die gesamte Schulgemeinschaft mit dem Künstler:innenkollektiv „Rebels of Hope“ von ART HELPS zu einem inspirierenden Projekttag zusammen.

ART HELPS ist eine Stuttgarter Initiative von Kreativen und Künstler:innen, die an die Kraft von Kreativität glauben und dass diese lebenswichtig ist. Sie ermöglicht es Lösungen zu finden, wo erstmal keine sichtbar sind. Kunst fördert die Persönlichkeit des Individuums, was sich dann auch auf andere Lebensbereiche positiv auswirkt. Künstlerische Betätigung baut außerdem Selbstbewusstsein auf und fördert eine positive Lebenseinstellung. Für die „Rebels of Hope“ ist Kunst der beste Weg zu helfen. Sie schafft Brücken und erlaubt uns, in einer Sprache zu kommunizieren, die universell verstanden wird. Sie fördert das Verständnis, die Toleranz und Inklusion unterschiedlicher Lebensweisen und Kulturen. Die Initiative ART HELPS ist international mit bewegenden und emotional berührenden Projekten unterwegs. Sie schenken dadurch eines: Hoffnung.

Gemeinsam mit den „Rebels of Hope“ fand die schulinterne Veranstaltung am Mittwoch, den 15.04.2026 an der BBR statt.

Im gesamten Schulgebäude – vom Schulhof über die Aula bis in die Klassenzimmer – organisierten die Lehrkräfte der BBR, vielfältige Workshops, um Mut, Zuversicht und Zusammenhalt zu stärken.

Die „Rebels of Hope“ gestalteten für die sechste Klassenstufe vier Workshops: Beim Breakdance erlernten die Schüler:innen erste Moves und Schritte, die sie beim späteren gemeinsamen Abschluss vor der gesamten Schulgemeinschaft mit sehr viel Enthusiasmus und Mut präsentierten. In kreativen Workshops konnten eigene Hoffnungsdesigns entworfen und auf Mäppchen, Taschen oder Flaggen gedruckt werden. Besonders sichtbar wurde das Thema im Tape-Workshop: Eine Wand in der Aula verwandelte sich mithilfe von Neon-Tapes in ein farbenfrohes Kunstwerk rund um den Schriftzug „Hope“. Mit verschiedensten Symbolen, Zeichen und Messages ist die gestaltete Wand nun ein Blickfang im Schulgebäude. Dabei erlebten viele Schüler:innen, wie viel sie gemeinsam erreichen können.

Die Lehrkräfte der BBR sorgten an diesem Tag für weitere kreative Workshops. So entstand ein hölzerner „Hope“-Schriftzug, der später künstlerisch gestaltet und in den Klassenräumen seinen Platz finden wird. Andere Gruppen entwarfen Peace-Zeichen für die Aula oder gestalteten einen „Hope-Tree“, dessen Blätter mit positiven Botschaften gefüllt sind. Im Yoga-Workshop lernten die Schüler:innen Strategien zur Stärkung ihrer Selbstwirksamkeit. Origami-Friedenstauben setzten ein weiteres Zeichen für Zusammenhalt und Frieden. Ergänzend dazu lud ein Actionbound – eine digitale Schnitzeljagd – dazu ein, inspirierende Persönlichkeiten der Geschichte kennenzulernen.

Ein besonderes Highlight war außerdem der Besuch von Gina Schöler, der sogenannten Glücksministerin, die seit 2012 die bundesweite Initiative „Ministerium für Glück und Wohlbefinden“ leitet. Sie spricht auf internationalen Konferenzen, empfängt Delegationen und war Mitwirkende der Regierungsstrategie „Gut leben in Deutschland“. In ihrem Workshop an der BBR ermutigte sie die Jugendlichen, ihr eigenes Glück aktiv zu gestalten und ihren Blick bewusst auf positive Aspekte zu richten. Denn: It´s up to you! Während der Veranstaltung entstanden viele persönliche und tiefgehende Gespräche.

Musikalisch wurde das Thema Hoffnung durch den Besuch des Berufsmusikers Fabian Michel aufgegriffen. Musik kann Kraft schenken, Mut machen und einen manche Dinge für bestimmte Augenblicke vergessen lassen. Gemeinsam mit einer 5. Klasse erarbeitete Fabi den Song „We Are the World“, der beim gemeinsamen Abschluss aufgeführt wurde und für einen emotionalen Höhepunkt sorgte.

Auch Rainer Frisch und Jan Schulz von der Gesellschaft für Konfliktmanagement gestalteten einen eindrucksvollen Workshop mit den Achtklässler:innen. Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen, Stärken und Zukunftsperspektiven. Durch verschiedene Team-Aufgaben wurde deutlich, dass es für das Gelingen vor allem Vertrauen braucht. Besonders anschaulich wurde es durch eine praktische Übung: Mit viel Einsatz versuchten die Schüler:innen, ihre Ziele tatsächlich zu greifen, während ihre Hindernisse wie Faulheit oder Ungeduld ihnen im Weg standen. Dabei wurde deutlich, dass Zielerreichung Engagement und Durchhaltevermögen erfordert. Der Workshop traf genau den Nerv der Abschlussklasse und wurde von den Schüler:innen mit großer Wertschätzung aufgenommen.

Der „Day of Hope“ zeigte eindrucksvoll, wie Schule als Raum für persönliche Entwicklung und Gemeinschaft gestaltet werden kann. Die zahlreichen kreativen und interaktiven Angebote boten vielen Schüler:innen wertvolle Impulse für ihre Identitätsentwicklung.

Insgesamt war dieser Tag weit mehr als eine schulische Veranstaltung: Er stand für eine Haltung, in der Hoffnung, Frieden, Mut und Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen. Ziel ist es, eine Schulgemeinschaft zu stärken, in der Mitgefühl und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich sind – denn gemeinsam lassen sich auch große Herausforderungen bewältigen.

Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den „Rebels of Hope“ von ART HELPS, die mit ihrem Rahmenprogramm, ihrem Engagement und ihren Workshops maßgeblich zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Ebenso danken wir unseren Gästen sowie dem gesamten Lehrkräftekollegium der BBR, ohne deren Einsatz ein solcher Tag nicht möglich gewesen wäre.

 Katharina Schneider